Geschichte Urschalling
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Geschichte Urschalling

Die Anfänge des kleinen Kichendorfs gehen auf das 9./10. Jahrhundert zurück. Um 1804 gab es dort lediglich sechs Häuser und eine kleine Kirche.[2] Es wird angenommen, dass das Dorf seinen Namen einem Gründer namens Udalschalk verdankt; denn in alten Urkunden tauchen die Namen Uschalchen und später Uescheling auf, woraus dann der heutige Dorfname wurde.[3] Udalschalk († ca. 1110) war jedenfalls auch der Name eines Abtea des Kloster Tegernsee, eines Sohns des im Inntal und im Chiemgau einflussreichen Grafen Gerold von Neuburg und Bruders Sibotos I. von Neuburg-Falkenstein. Der reich begüterte Abt, der das Kloster Dietramszell mitbegründet hatte, dürfte auch die Kirche von Urschalling gestiftet haben.

Im Hochmittelalter gehörte der Ort zum Herrschaftsbereich der Grafen von Neuburg- Falkenstein. In Urschalling bauten sie wohl zwischen 1160 und 1200 eine Wehranlage oder Burg, und zwar in unmittelbarer Nachbarschaft der heutigen Dorfkirche. Die Burganlage, die sich nördlich an die Kirche anschloss, ist seit langem verschwunden.

Nach dem Aussterben der bayerischen Linie der Falkensteiner im 13. Jahrhundert wechselten die Besitzer der Ortschaft häufig. Längere Zeit, bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts, gehörte Urschalling zur Herrschaft Wildenwart, wie auch die heutige Marktgemeinde Prien, das damals noch ein Dorf war. Nach der Zusammenlegung der Herrschaft Wildenwart mit der Herrschaft Hochenaschau lag die Gerichtsbarkeit von Urschalling von 1813 bis zur Recvolution von 1848 in den Händen des neu gebildeten Partiomialgericht mit Sitz in Prien.

Einige landwirtschaftlichen Betriebe sind erhalten geblieben und prägen bis heute das ländliche Bild der Ortschaft, die aus einem Konglomerat von wenigen Gehöften und Wohnhäusern besteht. Am Ort gibt es außerdem Handwerksbetriebe wie z.B eine Schreinerei oder auch eine KFZ Werkstadt, die Mesner Stub´n, ein bayrische Wirtshaus mit einzigartigem Biergarten aber sonst keine weiteren Einzelhandelsgeschäfte. Neben der Dorfkirche befindet sich in einem in Holzblockbauweise ausgeführten Gebäude des 17. Jahrhunderts die Traditionsgaststätte Mesner Stub´n.